22 - 10 - 2020

Neue Insektenhotels

Alle 7 Insektenhotels haben oben zwei Öffnungen für Bilche (Eingang und Fluchtweg!!). Der Hohlraum (für Haselmäuse, Garten-/Siebenschläfer gedacht) wird, wenn er nicht mit z.B. Sackleinen etwas ausgestopft wird, auch von Vögeln als Brutplatz genutzt.... und die Reinigung gestaltet sich dann etwas schwierig...

Das mittlere Insektenhotel links und das obere Insektenhotel rechts haben jeweils zwei Öffnungen für Schmetterlinge, das linke untere Insektenhotel eine Schmetterlingsöffnung. Insbesondere, wenn im Garten/am Jakobsweg Schmetterlingsbäume (Buddleja) wachsen, brauchen auch die Schmetterlinge einen Unterschlupf.... Hilfreich wäre, ggfs. in den Hohlraum kleine Zweige zu legen....

In die Hölzer wurden insbesondere 9er, 8er und 6er Löcher gebohrt, die von solitär lebenden Bienen genutzt werden. Sind die Löcher mit Lehm zugeschmiert, befinden sich auch Eier/Larven dahinter. Immer darauf achten, dass der Specht (Erkennungszeichen: Trichterförmige Erweiterung der Löcher...) durch einen Draht davon abgehalten wird, die Larven zu fressen....

Die Korken wurden zunächst mit einem transparenten Silikon (Sicherheitsdatenblätter beachten) angeklebt und dann die erste Reihe nach einer Trockenzeit von ca. 1 Tag noch einmal mit Schrauben fixiert, da sich ansonsten ggfs. das Silikon lösen kann... Die Korken können beim Bau von Insekten-Hotels aber auch durch (Douglasien-) Bretter ersetzt werden, in die dann wieder Löcher für Wild-Bienen gebohrt werden können. Es darf aber niemals ganz durchgebohrt werden, da die Wohnungen sonst “Durchzug” haben, was die Wildbienen nicht mögen.... Oder einfach mehr Bambusstäbe in verschiedenen Größen verwenden.

In das linke untere Insektenhotel wurde ein Vogelnistkasten integriert, was ich seit einigen Jahren tue....; trotz nistender Vögel wurden die Wild-Bienen nach meinen Beobachtungen aber nicht von den Vögeln "erbeutet”. Ein Kaninchendraht beugt dem aber auch vor....

Werden die Insekten-Hotels (oder Fledermauskästen) direkt an einer Hauswand – unter einem Dachüberstand – angebracht, so würde ich auf dem Dach (wie bei Fledermauskästen auch) eine “Sozialwohnung” für Amseln, Rothkelchen, Gartenrotschwanz etc. vorsehen. Einfach vorn und an den Seiten entsprechende Leisten anbringen...

Stehen oder hängen die Insekten-Hotels im Freien, bitte ggfs. eine Dachbegrünung integrieren..(Hauswurz ist eine sehr dankbare Pflanze)..; wir Menschen versiegeln weltweit einfach viel zu viele Flächen und können der Natur so etwas Begrünung zurück geben, die Wasser bindet und Pflanzen als Nahrungsquelle für die Wildbienen beherbergt....

Die Insekten-Hotels (Holz und die Korken) sind noch mit einem wetterfesten Öko-Öl zu streichen; ich verwende Leinöl und gut austrocknen zu lassen. Bootslack kann auch seinen Dienst tun.... Bitte einen Maler befragen...; die Siebdruckplatten bitte an den Seiten mit einem Buntlack streichen (sieht besser aus und lässt kein Wasser rein...).

Benötigt wird noch:
1. das zu verwendende Dach (Begrünung oder Sozialwohnung)
2. die Aufhängung oder 2 Pfosten zum Aufstellen (dann die Pfosten auch mit Löchern für die Wild-Bienen versehen, streichen und in Balkenschuhen oder in Beton eingegossene rostfreie Eisen befestigen....
3. Heu oder Stroh für einen der Hohlräume
4. Zapfen für einen der Hohlräume
5. Kaninchendraht in die Hohlräume (hinter die angebrachten Leisten) und ggfs. über die gesamte Fläche des IH an Leisten befestigen..., wobei die Bilche in ihre “Wohnungen” gelangen können sollten..