21 - 10 - 2020

Nachtrag zum SWR-Drehtag

 

Liebe Freunde,

Frau Gudrun Fünter ist gestern von 9 Uhr bis in den frühen Abend mit zwei Kollegen hier gewesen, um über unser NABU-Projekt in der SWR Landesschau berichten zu können. Da der Termin kurzfristig stattgefunden hat und einige von Euch im Urlaub sind, konnte ich leider nicht alle Freunde rechtzeitig informieren, sorry dafür...

Michi ist bereits vor 9 Uhr hier gewesen und hat die "administrativen" Tätigkeiten am PC - wie von ihm für den Blog www.artenschutzundwegemarkierung.blogspot.de gewohnt - bestens ausgeführt. Dann wurde hier in Lay u.a. der Bau eines Fledermauskasten gefilmt. Anschließend sind wir zu Klaus Schneider nach Koblenz-Stolzenfels, dem Start des Mosel-Camino, gefahren und es wurde in seiner kleinen Werkstatt gezeigt, was er so alles für unser Projekt leistet. Für seine langjährige Arbeit haben wir Klaus bereits für die Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz vorgeschlagen.

Von Klaus aus sind wir zur Wegetrennung von Mosel-Camino und Linksrheinischer Jakobsweg im Koblenzer Stadtwald gefahren. Dort wurden einige Aufnahmen gemacht, bevor es anschließend nach Alken zu den Herbergseltern Waltraud und Dieter Eppelsheimer ging, die ja eine Vorzeige-Pilgerherberge für den Artenschutz auf dem Mosel Camino führen.

Alles in allem wurde seitens des Teams hart gearbeitet und nach Möglichkeit auf jede noch so kleine Kleinigkeit geachtet. Warten wir ab, was an “Botschaften” in der kurzen Sendezeit rüber gebracht werden kann. Die Sendezeit wird 3:30 Minuten betragen und über den Sendetermin werde ich von Frau Fünter rechtzeitig informiert, so dass ich Euch alle informieren kann.

Wichtig ist mir, dass insbesondere folgende Infos rüber kommen: Wir sind ein immer größer werdendes Netzwerk für das Projekt “Artenschutz am Pilgerweg” und lassen nicht eher locker, bis grenzüberschreitend zumindest Europas Pilgerwege mit Nist-/Überwinterungskästen für bedrohte Tiere - nach Möglichkeit durchgängig - ausgestattet sind. Dafür versuchen wir überall Kitas/Schulen zu gewinnen, die einen kleinen Streckenabschnitt mit Kästen bestücken, die sie überwiegend selbst gebaut haben und auch nachhaltig betreuen. Es gibt kein europäisches Land, in das noch keine Kästen verbracht worden sind. Selbst auf Grönland (ja, dort gibt es auch Wildbienen) hat Tina bereits Kästchen hin verbracht!!!

Über den von Michael Kaiser initiierten Blog www.artenschutzundwegemarkierung.blogspot.de können - da ein Translator/Übersetzer installiert worden ist, weltweit die Baupläne abgerufen werden. Franz Liesenfeld hat eine DVD erstellt, die wir an Kitas/Schulen gerne weiterreichen. Die Tierpopulationen sollen grenzüberschreitend vernetzt und somit der Genpool dieser Tiere gestärkt werden. Auch sollten Singvögel nicht mehr gefangen und verspeist werden.

Wir möchten dem zunehmenden Verlust von Lebensräumen für die Tiere (wie z.B. Steinschüttungen in den Vorgärten statt Blumenpracht) entgegenwirken und regen insbesondere kleine Begrünungsmaßnahmen an, damit Wasser und Staub gebunden werden und insbesondere den Wildbienen wichtige zusätzliche Nahrungsquellen zur Verfügung gestellt werden. So können wir dem Insektensterben, das bereits 80 % der Populationen (s. Windschutzscheibe) hingerafft hat, entgegenwirken...

Als überzeugte Europäer bitten wir die EU um Unterstützung, dieses Projekt an den Schulen in ganz Europa umzusetzen. Neben der Wissensvermittlung über den Artenschutz würden dann ganz wichtige handwerkliche Tätigkeiten vermittelt, die den Kindern im späteren Leben hilfreich sein werden und somit der EU als Ganzes. Es ist mir sehr wichtig, Wissen zu vermitteln, statt die Zuschauer mit dargebotenem Halbwissen zu unterhalten und somit zu verunsichern. Es sollte ein Ruck durch die Gesellschaft gehen, damit die meisten Menschen etwas in ihrem ganz persönlichen Umfeld gegen die bereits dramatisch anmutende Entwicklung des Artensterbens tun.

Euch allen herzlichen Dank für Euer uneigennütziges Handeln; es wäre mir sehr recht, wenn über Eure Tätigkeiten in der örtlichen Presse mehr berichtet werden könnte. Hans Thillmann in Niederfell hätte es z.B.auch verdient!

Euer Carl